Sonderausstellungen in den Naturparkhäusern

In welchem Naturpark erwarten Dich welche Sonderausstellungen?

Tauche ein in die faszinierende Natur der Südtiroler Schutzgebiete. Die Naturparkhäuser bieten interessante Sonderausstellungen, die sich verschiedensten Themen rund um Schutzgebiete, Lebensräume und deren Bewohnerinnen und Bewohner widmen.

Schlern-Rosengarten

So könnte das Meer in der Permzeit vor etwa 250 Millionen Jahren ausgesehen haben (Foto Canva).
So könnte das Meer in der Permzeit vor etwa 250 Millionen Jahren ausgesehen haben (Foto Canva).

Countdown to Mass Extinction?

Naturparkhaus Schlern-Rosengarten in Seis am Schlern
vom 27. April 2026 bis 27. Februar 2027

Die Sonderausstellung „Countdown to Mass Extinction“ beleuchtet den Klimawandel in Vergangenheit und Gegenwart und stellt das größte Massenaussterben der Erdgeschichte und dessen Parallelen zur heutigen Klimakrise in den Fokus.
Vor rund 252 Millionen Jahren, am Ende der Permzeit, lösten gewaltige Vulkanausbrüche in Sibirien die größte Katastrophe der Erdgeschichte aus. Über einen Zeitraum von etwa einer Million Jahren überfluteten gewaltige Lavamengen eine Fläche von mehreren Millionen Quadratkilometern. Gleichzeitig gelangten enorme Mengen CO₂ in die Atmosphäre; sie lösten einen extremen Treibhauseffekt aus, der die globale Temperatur um etwa 8-10°C erhöhte. In der Folge starben bis zu 96% der Meeresorganismen und rund 70% der Landtiere aus.
Dieses Ereignis weist Parallelen zur heutigen, vom Menschen verursachten Klimakrise auf. Seit der Industriellen Revolution ist der CO₂-Gehalt der Atmosphäre von etwa 280ppm auf heute rund 428ppm gestiegen (Stand Ende Januar 2026). Wir erleben einen Hitzerekord nach dem anderen. Stehen wir vor dem „Countdown zum 6. Massenaussterben"?
Die Ausstellung ist eine Leihgabe des Museum Ladin.

Texelgruppe

Die interaktive Ausstellung verdeutlicht, wie sich die Artenvielfalt in Südtirol im Laufe der Jahre verändert hat. (Von MischerTraxler)
Die interaktive Ausstellung verdeutlicht, wie sich die Artenvielfalt in Südtirol im Laufe der Jahre verändert hat. (Von MischerTraxler)

Echoed Nature! Die Biodiversität im Wandel der Zeit  

im Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns
vom 14. April  bis 28. November 2026

„Echoed Nature“ ist eine interaktive Ausstellung über die Veränderungen der Artenvielfalt in Südtirol. Sie zeigt, was verloren gegangen ist, was geblieben ist und welche neuen Pflanzen- und Tierarten hinzugekommen sind. Eine besondere Installation nimmt uns mit auf eine Reise durch die Zeit und zeigt uns hautnah, wie sich die Natur verändert – und wir uns mit ihr. 

Puez-Geisler

Ausstellungsbesucher (Archiv Amt für Natur, Foto: Alpines Museum der Schweiz)
Ausstellungsbesucher (Archiv Amt für Natur, Foto: Alpines Museum der Schweiz)

Der Wolf ist da - Eine Menschenausstellung

im Naturparkhaus Puez-Geisler in Villnöss
vom 5. Mai bis 31. Oktober 2026

Die Rückkehr des Wolfes weckt alte und neue Fragen:
Wieviel Wildnis verträgt der dicht besiedelte Alpenraum?
Was bedeutet dies für den Umgang mit dem Wolf?
Wie verändert die Anwesenheit des Raubtiers unsere Landschaften, die Nutztierhaltung und uns selbst?
Die aktuelle Wolfsdebatte zeigt, dass es um mehr geht als nur den Wolf.

Die Ausstellung «Der Wolf ist da», deren Herausgeber das Alpine Museum der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich ist, nimmt die Menschen und ihren Umgang mit dem Wolf in den Blick. Sie lässt Personen von ihren Erfahrungen berichten, die von Berufs wegen mit diesem Tier zu tun haben. Ergänzend werden aktuelle Zahlen aus Südtirol sowie neueste Informationen des Amtes für Wildtiermanagement präsentiert. Dabei zeigen sich zahlreiche Parallelen zwischen der alpin geprägten Schweiz und Südtirol.

Fanes-Sennes-Prags

Eine Sonderausstellung des Naturmuseums Caldera - Spurensuche im Supervulkan (Foto: Naturmuseum Südtirol)
Eine Sonderausstellung des Naturmuseums Caldera - Spurensuche im Supervulkan (Foto: Naturmuseum Südtirol)

CALDERA: Spurensuche im SUPERVULKAN

im Naturparkhaus Fanes-Sennes-Prags in St. Vigil in Enneberg
vom 2. Jänner bis 31. Oktober 2026

Eine Zeitreise in die Vergangenheit.
Vor 280 Millionen Jahre beherrschte ein Supervulkan das Zentrum der heutigen Region Trentino-Südtirol. Mächtigen Porphyrvorkommen zeugen noch heute von seiner Aktivität. Die Gesteinsschichten dazwischen erzählen hingegen von langen Ruhephasen, in denen sich Pflanzen und Tieren ansiedelten. Einige von ihnen haben tiefe Spuren hinterlassen.

Anhand von Fossilien, Tiermodellen und einer Simulation des Supervulkans lassen wir diese ferne Welt in einer Sonderausstellung wieder auferstehen.

In Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol

Die Fossilien sind eine Leihgabe des Landesamtes für Archäologie mit Sitz in Bozen.

Drei Zinnen

Der Rothirsch (Archiv Amt für Natur, Foto TETRAON)
Der Rothirsch (Archiv Amt für Natur, Foto TETRAON)

Der Rothirsch ein Dauerläufer mit feinen Sinnen

im Naturparkhaus Drei Zinnen in Toblach
vom 2. Jänner bis 31. Oktober 2026

Der Rothirsch ist einer der mächtigsten und sicherlich auch bekanntesten Bewohner unserer Wälder. Aber kennen wir dieses ursprünglich aus den Steppen stammende Tier wirklich? Seine Verhaltensweisen, seinen Lebensraum und seine Gewohnheiten?

Obwohl einige Exemplare als Einzelgänger leben, bilden die meisten Hirsche Rudel. Sie bevorzugen Lebensräume mit einer engen Verzahnung aus strukturreichen Wäldern, Dickungen und großen offenen Lichtungen.
Bei der Brunft kämpfen die Hirsche mit festen Ritualen um die brunftigen Alttiere. Auch ernste Kämpfe gehören zum Sozialverhalten des Rotwildes. Die Brunftzeit fällt zwischen September und Oktober.
Das Geweih der männlichen Tiere wird zwischen Februar und April abgeworfen. Eine Neubildung setzt kurzzeitig danach wieder ein und ist nach ca. 140 Tagen abgeschlossen. Im Durchschnitt wird das Geweih 90 bis 105 Zentimeter lang (je Stange) und wiegt 4,0 bis 6,5 Kilogramm (einschließlich Schädel).

Rieserferner-Ahrn

Dickkopffalter (Archiv Amt für Natur, Foto Tetraon)
Dickkopffalter (Archiv Amt für Natur, Foto Tetraon)

Blumen - Wiesen – Leben

im Naturparkhaus Rieserferner-Ahrn in Sand in Taufers
vom 2. Jänner bis 31. Oktober 2026

Bunte Blumen und Schmetterlinge, soweit das Auge reicht. Die neue Sonderausstellung widmet sich der faszinierenden Flora und Fauna der Wiesenlandschaften. Hier wird klar, warum Blumenwiesen als die Hotspots der Biodiversität gelten.

Die Ausstellung zeigt die beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren dieser Kulturlandschaften. Sie erklärt die komplexen Wechselwirkungen, die diese Lebensräume so einzigartig machen. Wie arbeiten Blumen und Insekten zusammenarbeiten, um ein gesundes und blühendes Umfeld zu schaffen? Besucherinnen und Besuchern entdecken die wichtige Rolle von Blumen und Insekten im Ökosystem. 

Die Ausstellung ist eine Leihgabe vom Nationalpark Stilfser Joch.

Letzte Aktualisierung: 13/04/2026